| SÜDKURIER 07.12.2010
Großer Applaus für zwei Orchester Radolfzell – Das gemeinsame Adventskonzert von Jugendblasorchester und Stadtkapelle in der Meinradskirche hat Tradition und ist ein musikalischer Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Das ist den Radolfzellern bekannt, die Kirche war voll besetzt.Die Erlöse des Benefizkonzertes kommen den Orchestern zugute und werden für neue Noten und Instrumente verwendet, so Dietmar Baumgartner.
Die Meinradskirche ist vollbesetzt beim gemeinsamen Konzert von Jugendblasorchester und Stadtkapelle. Das Konzert widmeten die Musiker dem kürzlich verstorbenen Stadtpfarrer Bernhard Maurer. Beide Orchester boten ein rund zweistündiges abwechslungsreiches Programm auf hohem Niveau. Die Werke für das Konzert hatten die Musiker in den letzten Monaten neu einstudiert. Das JBO unter der Leitung von Ladislaus Vischy präsentierte vier Werke zeitgenössischer Komponisten vorrangig aus dem englischen Sprachraum. Mit „Rhapsody for Euphonium and Band“ des amerikanischen Komponisten James Edward Curnow zeigte Solistin Mareike Knopf am Baritonhorn zusammen mit dem Orchester eine tolle Leistung, was die Zuhörer auch mit entsprechendem Applaus bedachten. Außerdem spielte das JBO die 1997 entstandene Komposition „Choral Music“ und die Titelmelodie des Monumentalfilmes „Sodom and Gomorrha“. Ladislaus Vischy möchte das vom JBO am Schluss gespielte Werk aus dem Jahr 2004, „Chorale and Variations“ des Komponisten Philip Sparke, im nächsten Jahr bei einem Wettbewerb präsentieren, wie er nach dem Konzert verriet. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Kuno Rauch spielte drei neu einstudierte Werke. Den Anfang machte das bekannte englische Volkslied „Greensleeves“ in einem anspruchsvollen Arrangement des amerikanischen Komponisten Alfred Reed. Es folgte die bekannte Suite aus „Messias“ von Georg Friedrich Händel in einem Arrangement des amerikanischen Komponisten James Edward Curnow. Weniger bekannt, aber nicht minder anspruchsvoll war die abschließend aufgeführte Filmmusik „Scenes from The Louvre“ des amerikanischen Komponisten Norman dello Joia aus dem Jahr 1966. Unter der Leitung von Ladislaus Vischi spielten beide Orchester zusammen die bekannte „Air“ von Johann Sebastian Bach. Beim abschließenden gemeinsamen „Macht hoch die Tür“ unter der Leitung von Stadtkapellendirigent Kuno Rauch durften auch die Zuhörer mitsingen.

Die Stadtkapelle unter der Leitung von Kuno Rauch (Bild) und das Jugendblasorchester beeindrucken mit dem traditionellen Adventskonzert in der St. Meinradskirche.
SÜDKURIER 07.08.2010 Stadtkapelle Goldene Zeiten für die Stadtkapelle [0] Dirigent Kuno Rauch erzählt im Interview vom Jungfrau-Musikfestival in Interlaken, bei dem sich die Radolfzeller Stadtkapelle ein Gold-Diplom erspielt hatte Herr Rauch, innerhalb von 50 Minuten war die Vorgabe, vier verschiedene Musikstücke zu spielen, wie war die Zusammenstellung des Programms? Der Wettbewerb sollte wie ein Konzertprogramm gestaltet sein, mit einer Ouvertüre zu Anfang, einem Pflichtstück und zwei weiteren Wahlstücken. Dabei wollten wir die ganze Bandbreite, was unser Blasorchester alles kann, zeigen. Welcher der gespielten Musiktitel wäre denn ein gutes Beispiel dafür? Der letzte Titel, den wir gespielt haben, von Stephen Mellilo: „Time to take back the Knights”.Er ist ein Stilmix aus Be-Bop und Latinrhythmen.
Dirigent Kuno Rauch hat mit der Stadtkapelle Radolfzell bereits gute Erfolge erzielt. In einem bis zum Jahr 2013 laufenden Fünfjahresplan hat man sich noch einige große Ziele gesetzt. War dieses Musikstück dann auch die größte Herausforderung für die Radolfzeller Stadtkapelle? Das war unser anderes Wahlstück, die „Bacchanelle” von Rolf Rudin. Es war technisch, vom Zusammenspiel und von der Interaktion her sehr anspruchsvoll. Immerhin sind wir 76 Leute, die da mitmachen, da ist es nicht immer so einfach. alle unter einen Hut zu bringen, das fängt schon bei den Proben an. Bei diesem hohen Anspruch hat die Stadtkapelle mit 91 von 100 möglichen Punkten ein hervorragendes Ergebnis erreicht. Welche Kriterien waren dabei entscheidend? Gut abgeschnitten haben wir vor allem in der Interpretation, Technik, Klangausgleich und Intonation. Auch bei der Dynamikphrasierung waren wir mit einer vollen Punktezahl von zehn möglichen sehr gut. Aber so streng kann man das gar nicht aufteilen, eines spielt dabei ja immer in das andere mit rein, wenn das eine gut ist, ist es das andere auch. Die Stadtkapelle musizierte bereits bei einem Wertungsspiel in Überlingen mit einem Ergebnis von 97 Punkten, jetzt war Interlaken, gibt es noch ein großes Ziel zu erreichen? Diese Wettbewerbe sind gewissermaßen Teil eines Fünfjahresplans gewesen, den wir uns gesetzt haben. Erst sollte es ein Wettbewerb in Deutschland sein, das Musikfestival in Interlaken war die Stufe danach, 2013 wollen wir in Kerkrade (Niederlande) mitspielen. Manche vergleichen das mit einer „Weltmeisterschaft”, ich mag diesen Ausdruck allerdings nicht, weil Musik ja kein Wettbewerb sein soll. Wir von der Stadtkapelle möchten einfach einmal sehen, was wir international gelten. Bis 2013 dauert es noch einige Zeit, wie wird die genutzt werden? Auf der Agenda steht auch eine Konzertreise, die für das nächste Jahr geplant ist. Das ist aber noch nicht genau festgelegt. Außerdem freuen wir uns sehr auf das kommende Doppelkonzert mit dem Blasorchester Freiburg. Denn es wird im neuen Kulturhaus in Denzlingen stattfinden, in dem die Akustik sehr gut sein soll. Fragen: Isabel Torres-Prado SÜDKURIER 13.07.2010Stadtkapelle beeindruckt Radolfzeller Musiker erreichen bei Jungfrau-Musikfestival in Interlaken ein Gold-Diplom Radolfzell/Interlaken – Die Stadtkapelle Radolfzell nahm im Rahmen des achten Jungfrau-Musikfestivals in Interlaken an einem internationalen Höchstklassen-Wettbewerb für Blasorchester teil. Dabei waren innerhalb von 40 bis 50 Minuten ein Pflichtstück und mehrere Wahlstücke aufzuführen. Die Juroren aus den Niederlanden und der Schweiz sprachen der Stadtkapelle ein sehr gutes Ergebnis zu und bewerteten den Auftritt mit 91 von 100 möglichen Punkten und der Vergabe des Gold-Diploms. Neben der Stadtkapelle waren Orchester aus China, Deutschland und Spanien zu hören. Besonders hervorgehoben wurde von der Jury das ausgeglichene Klangbild des Orchesters und eine sehr saubere Intonation. Gespielt wurden als Pflichtstück „Songs of the West“ von Gustav Holst und als Wahlstücke „Jubilee Overture“ von Philipp Sparke, „Bacchanale“ von Rolf Rudin und „Time to take back the knights“ von Stephen Mellilo. Die Stadtkapelle hat sich unter der Leitung von Kuno Rauch während der letzten sechs Monate auf diesen Wettbewerb vorbereitet und trat die Reise mit 76 Musikern an, die im Schlagzeug- und Holzregister wertvolle Unterstützung durch Mitglieder des Jugendblasorchesters erhielten. Termin: Die Stadtkapelle gibt am Sonntag, 18. Juli, ab 12 Uhr im Rahmen des Hausherrenfestes ein Konzert am Konzertsegel
SÜDKURIER 28.06.2010 Farbig und ausgewogen Die Stadtkapelle Radolfzell unter Kuno Rauch überzeugte das zahlreiche Publikum mit „Klassik am Marktplatz“. Die Stadtkapelle Radolfzell hinterließ auf dem Marktplatz einen durchweg positiven Eindruck. Ein gängiges Vorurteil lautet, dass Blasmusik nur etwas mit Humtata zu tun hat. Am Freitagabend ist die Stadtkapelle Radolfzell mit ihrem Leiter Kuno Rauch auf dem Marktplatz angetreten, dieses Vorurteil zu entkräften. Bei der mittlerweile traditionell gewordenen Veranstaltung „Klassik am Marktplatz“ gab es Evergreens und Modernes aus dem klassischen Repertoire zu hören, das man auf Anhieb nicht mit einem Blasorchester in Verbindung bringen würde, etwa Edvard Griegs Klassik-Schlager „Peer Gynt Suite Nr. 1“ oder Gustav Holsts weniger bekannte „Songs of the West“. Doch auch Zeitgenössisches wurde präsentiert und als besonderes Bonbon drei Volkstänze, von der Tanzgruppe der Trachtengruppe Alt-Radolfzell charmant dargeboten. Besonders „Die Fischerin vom Bodensee“ wurde zu einem Renner beim Publikum. Das gesamte Programm kreiste um das Thema Heimat. So basieren Holsts „Songs of the West“ auf Volksmelodien aus dem Westen Englands. Der Arrangeur James Curnow machte das Werk, das Holst selbst nicht für sein bestes hielt, mit seiner Bearbeitung für Blasorchester bekannt, welche die Stadtkapelle aufführte. Dabei überzeugte das Orchester in allen Temperamenten, im ruhigen pastoralen Ton durften die Flöten zeigen, was sie können, und auch die tiefen Bläser sind stets präsent am Werk. Das Stück ist auch das Pflichtstück eines anspruchsvollen Wettbewerbs, dem sich die Stadtkapelle im Juli beim Jungfrau Music Festival in Interlaken stellen wird, wie Rauch nach dem Konzert erzählt. Den Abschluss des offiziellen Programms bildete Stephen Melillos „Time to Take Back the Knights“. Wie Moderatorin Monika Bläs erklärte, wollte der zeitgenössische Komponist aus den USA mit diesem Werk daran erinnern, dass es Helden nicht nur in der fernen Vergangenheit gab, und setzte diese Idee in eine Musik um, welche dieselben Themenbausteine mal in fetziger, von einem Latin-Rhythmus unterlegten, und mal in einer stilleren Variante umsetzte. Mit der Unterstützung von Markus Maisch am E-Bass und Kristin Kleinehanding am Klavier überzeugte das Orchester einmal mehr auf ganzer Linie. Was so gar nichts mit dem herkömmlichen Bild von Blasmusik zu tun hat, wusste das Publikum zu schätzen und spendete langen Applaus. Diesen belohnte das Orchester mit der Wiederholung von „In der Halle des Bergkönigs“ aus Griegs „Peer Gynt-Suite“, die bereits früher am Abend erklang. Hier bewiesen die Musiker, dass Blasmusik dezent sein kann, ohne den nötigen Schwung vermissen zu lassen – ein paar stimmliche Unsicherheiten der Holzbläser waren allerdings hörbar. Insgesamt hinterließ die Stadtkapelle Radolfzell einen sehr positiven Eindruck an einem Abend, der mit der „Jubilee-Overture“ von Philip Sparke und einem Ausschnitt aus Bernard Zweers Symphonie „Aan mijn Vaderland“ eröffnet wurde. Da kann in Interlaken eigentlich nichts mehr schief gehen. SÜDKURIER vom 20.02.2010
Musiker durch und durch Radolfzell (pes) Erich Auer ist seit über 50 Jahren für die Stadtkapelle Radolfzell tätig. Über 35 Jahre lang hat er sich im Vorstand engagiert, bis 2008 als stellvertretender Vorsitzender, bis 2010 als Chronist. Seine musikalische Ausbildung begann er 1943 mit Violinunterricht beim damaligen Jugendstreichorchester. 1951 trat er als Klarinettist in die Stadtkapelle ein. Erich Auer war von 1950 bis 1990 Leiter der „Lady Band Radolfzell“. Daneben engagierte er sich über Jahre als Musiker und musikalischer Leiter der Narrenmusik. 1950 führte mit der „Schwertstraßenmusik“ auch „Blaue Dragoner“ genannt – ohne Genehmigung durch die französische Militärregierung – den Hemdglonkerumzug an. Erich Auer hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Musikschüler an der Klarinette und am Saxophon ausgebildet. Während seines Berufslebens bei der Firma Schiesser leitete er die Lehrlingswerkstatt, er war Leiter des Schiesserlehrlingsorchesters und Mitwirkender im Werksorchester der Firma Schiesser. Mit der Auszeichnung durch die Stadtkapelle wird der Mensch Erich Auer gewürdigt. Durch seinen ruhigen und geduldigen Charakter ist er im beruflichen und mit seinem musikalischen Wirken ein Vorbild für Jung und Alt.
Vor neuen Herausforderungen Stadtkapelle mit hohen Ansprüchen
[0]Radolfzell – Die Stadtkapelle Radolfzell blickte bei der Hauptversammlung auf ein erfolgreiches und arbeitsreiches Jahr zurück. Die Entlastung des Vorstandes, die Neuwahl von Vorstandsmitgliedern sowie die Ehrung verdienter Mitglieder waren weitere Punkte der Tagesordnung. Vorsitzender Dietmar Baumgartners Rückblick auf der vergangene Jahr fiel positiv aus. Beim Wertungsspiel in Überlingen vergangenen Mai anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten der Stadtkapelle Überlingen erreichten die Radolfzeller in der höchsten Kategorie 97 von 100 Punkten. Die Stadtkapelle konnte „dem Anspruch, eine Höchststufenkapelle zu sein, mehr als gerecht werden“, so der Vorsitzende nicht ohne Stolz. Sehr positiv sieht er auch die Aufnahme der CD des Münsterbauvereins, bei dem die Stadtkapelle mitwirkte. Dass für die Stadtkapelle auch aus finanzieller Hinsicht wichtige Hausherrenfest war auch im vergangenen Jahr ein Erfolg. Er dankte den vielen Helfern, die tatkräftig angepackt hatten. Aber trotzdem bittet er auch weiterhin um die engagierte Hilfe der Mitglieder. Das Hausherrenfest bildet für die Stadtkapelle die finanzielle Basis für Konzertreisen und die Teilnahme an Wettbewerben. Es sei grundsätzlich Pflicht für jedes Mitglied der Stadtkapelle, von Anfang bis Ende des Festes mitzuarbeiten.
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